Folge 1: KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund
Shownotes
Hier gehts zur Website der Gedenkstätte: https://kz-gedenkstaette-ladelund.de
Was ist Hope and Despair? https://www.interreg-de-dk.eu/projekte-ergebnisse/unsere-projekte-1/einzelansicht-projekte/hope-despair/
Interreg: https://www.interreg-de-dk.eu/
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Folgentranskripte: Hope and Dispair
Folge 1: Ladelund
[Oliver Ujc]Dänemark und Deutschland, Jütland und Norddeutschland eine europäische Grenzregion mit langer und zugleich wechselvoller Geschichte. Mit der nationalsozialistischen Machtübernahme in Deutschland und der Besetzung Dänemarks 1940 veränderte sich das. Miteinander grundlegend. Fragen von Widerstand, Anpassung, Kollaboration und Überleben wurden für viele Menschen zur täglichen Realität. Zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Verzweiflung bewegten sich Handlungsspielräume und Entscheidungen. Acht Gedenkstätten, Museen und Tourismusagenturen auf beiden Seiten der Grenze erzählen gemeinsam von diesen Erfahrungen und ihrem Nachwirken bis heute.
[Mats]:Und damit sagen wir herzlich willkommen bei Hope Despair, dem Podcast, dem Podcast, der Erinnerungskultur hörbar macht. Und wir wollen euch mitnehmen auf eine Reise durch die verschiedenen Orte der Gedenkstätten des Zweiten Weltkriegs.
[Maxi]:
Auch von Hallo, schön, dass ihr eingeschaltet habt. Wir sind Mats und Maxi und werden euch auf dieser Reise an die verschiedenen Gedenkstätten begleiten und euch bestmöglich auf eure Besuche dort vorbereiten. Und wir starten heute im Norden sozusagen und diese Reise wird von Norden nach Süden stattfinden in den vier norddeutschen Erinnerungsstätten. Und wir starten in der Gedenk- und Begegnungsstätte in Ladelund.[Mats]:Und um euch und uns bestmöglich auf den Besuch und auf diese Folge vorzubereiten, haben wir unsere Kollegin Finja losgeschickt. Und Finja erzählt uns jetzt, wie so der erste Eindruck war und wie sich dieser Ort anfühlt.[Finja]:Ich stehe auf dem Parkplatz der KZ-Gedenk und Begegnungsstätte Ladelund. Von hier aus schaue ich auf das Dokumentenhaus. Zu meiner Linken sehe ich die St. Petrikirche. Hinter ihr am Horizont drehen sich mehrere Windkrafträder langsam im Wind. Ich bin umgeben von Wohnhäusern, Feldern und kleinen Gewerbebauten. Zwischen Kirche und Dokumentenhaus stehe ich auf dem Dorffriedhof Ladelund. Hier liegen in neun Gräbern die 300 Opfer des Konzentrationslagers Ladelund begraben, Menschen aus 13 verschiedenen Ländern. Die Gräber sind schlicht, aber präsent, gepflegt und ruhig. Dass die Opfer hier mitten auf dem Dorffriedhof bestattet wurden, überrascht mich. Ich hätte eher mit einer räumlichen Trennung gerechnet. Stattdessen spüre ich eine unerwartete Zusammengehörigkeit zwischen den Opfern und der Dorfgemeinschaft. Im Dokumentenhaus selbst laden mich nummerierte Schautafeln zu einem Rundgang ein. Es gibt viel zu lesen, zu hören und zu sehen. Besonders eindrucksvoll für mich ist ein Zusammenschnitt von Videointerviews ehemaliger Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner. Ihre Stimmen machen die Geschichte noch greifbarer. Etwa fünf Gehminuten nördlich vom Dokumentenhaus stehe ich schließlich an dem Ort der Zwangsarbeit. Vor mir liegt ein rund drei Meter tiefer Panzerabwehrgraben, der 2011 archäologisch zum Teil wieder freigelegt wurde. Ich steige die neuen Stufen in den Graben hinab, stehe still, atme tief und blicke in den blauen Himmel hinauf. Von hier unten wirkt alles enger. Dann verlasse ich den Graben, bleibe noch einmal kurz stehen und lasse den Moment auf mich wirken. Ich gehe zum Parkplatz zurück. Das bedrückende Gefühl bleibt.[Maxi]:Vielen Dank, Finja, dass du uns mitgenommen hast nach Ladlund. Ich finde, das klingt wie ein Ort, den man sich selber auf jeden Fall auch anschauen sollte, um das, was Finja uns erzählt hat, nachzuempfinden, weil es klingt einerseits total bedrückt, aber andererseits auch so, als würde man an dem Ort vielleicht auch vor allem für Menschen, die da vielleicht Angehörige hatten, ein bisschen seinen Frieden finden, das einfach einmal selber zu erleben.[Mats]: Und es hat natürlich in dem ganzen Leid und in dem ganzen Schlechten, was da vorherrscht und was es da gab, auch was Gutes, dass eben diese Gefühle nicht über die Zeit verloren gegangen sind, sondern dass die immer noch existieren und man das immer noch nachfühlen kann nach so langer Zeit.[Maxi]:Das finde ich auf jeden Fall auch. Also ich glaube, das macht so einen Ort auch aus und macht ihn auch dann sehenswert.[Mats]:Um darüber heute zu sprechen, haben wir unseren ersten Gast in der ersten Folge Und das ist [Dr. Katja Happe]. Sie ist seit 2019 Leiterin der KZ-Gedenk und Begegnungsstätte in Ladelund und ist Historikerin mit dem Schwerpunkt NS-Zeit und Niederlande.[Maxi]:Wir freuen uns sehr auf das Gespräch heute und das, was uns zuerst natürlich Wie erlebt man diesen Ort, wenn man da ist und welche Empfehlungen hast du für uns, wenn man in Ladelund ist?[Dr. Katja Happe]:Man kann hier die Gräber der 300 Toten des KZ Lalond besuchen. Außerdem gibt es den ehemaligen Panzerabwehrkreis, den die Häftlinge damals ausheben mussten. Jetzt in dieser Zeit, heute ist auch Anfang Dezember, kriegt man eher einen Eindruck wie es damals für die Häftlinge gewesen sein muss.[Maxi]:Das KZ Ladelund hat damals ja auch gar nicht so lange bestanden. Vielleicht kannst du uns noch einmal kurz erzählen, was damals hier eigentlich passiert ist und was das Konzentrationslager Ladelund ausgemacht hat.[Dr. Katja Happe]:Ladelund war ein relativ kleines KZ mit Gerade mal über 2000 Häftlingen, was nur sechs Wochen bestanden hat. Die Leute, die hier gestorben sind, die 300, sind aufgrund der schweren Arbeit und der schlechten Ernährung gestorben, aber sie sind nicht systematisch ermordet worden in irgendwelchen Erschiessungsaktionen oder Gaskammern oder sonst irgendwas.[Mats]:Da muss ich sagen, das finde ich spannend, weil 6 Wochen ist natürlich eine unfassbar kurze Zeit für die eigentliche lange Dauer des Holocaust, weil der Holocaust insgesamt ging ja über Jahre hinweg. Und da würde man jetzt denken, sechs Wochen ist natürlich eigentlich sehr kurz, dass das Lager überhaupt für die Zeit gebaut wurde. Aber man ging ja zu der Zeit auch davon aus, dass das noch länger Bestand hat.[Maxi]:Und man muss dazu auch sagen, dazu hören wir auch in der nächsten Folge noch, was das auch einen Grund hatte, warum man dann zum Ende noch so viele Außenlager gebaut hat. Und nochmal zu dem, was wir jetzt gerade gehört haben, dass einfach in der öffentlichen Meinung, das ja scheinbar auch so vertreten ist, dass viele gar nicht wussten, dass Konzentrationslager nicht gleich Vernichtungslager war, sondern dass es eben auch diese kleineren Arbeitslager gab, wo eben der Tod durch die Arbeit hervorgerufen wurde. Und ich glaube, das ist vielen so gar nicht bewusst.[Mats]:Wie war das denn eigentlich In Ladelund? Waren die Insassen vermehrt Jüdinnen und Juden, was man ja eigentlich annimmt, wenn man hört Holocaust, so ist ja einfach so das öffentliche Gedenken an diese Zeit, dass man eben davon ausgeht, dass viele der Insassen in Konzentrations- oder Arbeitslagern Jüdinnen und Juden waren.[Dr. Katja Happe]:Wir haben genau ein Grab von einem Juden, der hier ermordet wurde. Die anderen waren Alles Protestanten, Katholiken, römisch-katholisch. Es gab nicht nur KZs für Juden, sondern auch andere Leute, die irgendwas gegen den Nationalsozialismus hatten, die Widerstand geleistet haben, die homosexuell waren, die irgendwie nicht gut genug für die Nationalsozialisten Verhalten haben. Die wurden Halt auch in KZs gesperrt und die sind halt auch hier gelandet und auch in vielen anderen Konzentrationslagern. Von daher ist Ladelund typisch eigentlich für viele andere KZs, aber untypisch für das öffentliche Bewusstsein sozusagen.[Maxi]:Unsere Kollegin Finja hat uns ja auch bereits beschrieben, wie sie Ladelund so wahrgenommen hat. Du arbeitest jetzt aber schon seit einiger Zeit an diesem Ort und kennst ihn vermutlich in und auswendig. Welcher Ort in Ladelund hat für dich noch eine besondere Wirkung und beschreib uns doch gerne, wie es da aussieht.
[Dr. Katja Happe]:Die Häuser der Gedenkstätte, also das Dokumentenhaus, wo auch die Ausstellung ist, befindet sich in Sichtweite der Gräber. Und die Gräber sind schon ein wichtiger Bestandteil der Gedenkstättenarbeit auch und ich finde sie auch für mich, also es ist irgendwie, man steht da öfters mal und denkt dann.[Maxi]:Es gab ja in Ladelund den Dorfpastor Meier und du hast uns erzählt, dass dieser Pastor sozusagen angefangen hat mit dieser Aufklärungsarbeit und sich im Nachhinein nach Ende des Krieges bei den Familien der Opfer gemeldet hat und auch eben sich um die Bestattung gekümmert hat und darum, dass die Gräber schön aussehen und hat auch immer mal wieder Blumen von den Gräbern geschickt. Und auf diesen Brief von Pastor Meier an die Angehörigen gab es Antworten und du hast uns eine dieser Antworten mitgebracht und möchtest uns die jetzt vorlesen.[Dr. Katja Happe]:Genau. Von einem Mitglied der Familie Backer aus Pütten, aus der Familie Bakker sind insgesamt acht männliche Mitglieder verstorben. Ein Überlebender der Familie schreibt diesen Brief 46 nach Ladelund. Er Ich bin 50 Jahre alt und ich habe kein Leben mehr, immer das Leid zu tragen und wenn ich keinen Trost bei ihnen gefunden habe, so war ich schon gestorben. Hier ist das ganze Dorf zerstört worden. 600 Männer, Männer sind gestorben in Deutschland im Konzentrationslager. Es muss ganz schrecklich sein, zu einem solchen Volk zu gehören, das so etwas hat tun können, aber glücklich. Denn nun weiß ich, dass dort auch noch gute Menschen wohnen, die auch noch Christen sind.[Maxi]:Was ich an diesem Brief interessant finde, ist einfach, dass auch noch mal deutlich wird, wie viele verschiedene Menschen in verschiedenen Orten davon betroffen waren. Alleine, dass jetzt hier die Aussage über 600 Leute in dem Dorf sind hier im Krieg irgendwie in Konzentrationslagern gestorben, das ist einfach eine unfassbar unvorstellbare Summe.[Mats]:Und gleichzeitig dann noch beeindruckend, dass es einfach nach so langer Zeit dann immer noch diesen Kontakt gibt, also zwischen diesen Menschen und diesen Angehörigen, die eben zu der Familie gehören und bei denen das ja ganz klar in der Familiengeschichte einfach so verwurzelt ist, dass das eben so passiert ist und dass das auch nicht mehr rückgängig zu machen ist.[Maxi]:Und da ist dann ja auch eben gerade so ein Ort wie Ladelund wichtig, dass man dann selber dahin kommen kann, um sich dann zu erinnern, um eben diese Familiengeschichte nicht zu ignorieren, sondern im besten Fall auch aufarbeiten zu können, oder?
[Mats]:Und auch nicht nur für die Menschen und die Familien, die eben dieses Schicksal und diese Geschichte teilen, sondern natürlich auch für uns, um das nachempfinden zu können.[Maxi]:In dem Brief wurde ja auch gesagt, dass es eine unvorstellbare Bürde ist, wenn man zu so einem Volk gehört. Und man muss ja dazu sagen, wir hier in Deutschland sind theoretisch noch Teil dieses Volkes, allerdings nicht mehr in der Verantwortung, dass wir da etwas für können. Das ist ja noch mal ganz wichtig zu betonen. Andererseits darf man auch niemals vergessen, dass wir jetzt gerade diese große Verantwortung tragen, dass es nicht wieder passiert.[Mats]:Und genau an der Stelle ist ja diese Art von Erinnerungsarbeit, die du auch tust, sehr wichtig. Gab es irgendeine Stelle oder irgendwas in den letzten Jahren, was dir so im Gedächtnis geblieben ist, was dich irgendwie noch nachträglich in dieser Erinnerungsarbeit so beeindruckt hat, dass du es gerne noch mit uns teilen möchtest?[Dr. Katja Happe]:Wir haben hier in der Eingangshalle ein großes Banner hängen mit einem Foto von dem ersten Besuch, wo zwei Frauen am Grab ihres Angehörigen stehen. Die ältere Frau ist die Ehefrau eines der Toten, die jüngere Frau ist die Tochter, da kennen wir die Namen. Wir haben auch Kontakt zu den Angehörigen weiterhin. Und vor, ich weiß es nicht, vor vier, fünf Jahren war diese jüngere Frau als ziemlich alte Frau noch mal hier und in Lahl und sagte, sie wollte noch mal Tschüss sagen zu ihrem Papa. Und wir wissen, dass die jüngere Frau jetzt im Frühjahr 2025 auch gestorben ist. Aber ich finde, das ist halt immer ein sehr, sehr emotionaler Moment. Also sie wollte noch mal das Grab ihres Papas sehen und Tschüss sagen.[Mats]:Und ich glaube, genau das sind natürlich auch diese Momente, wo man sich dann in der ganzen Traurigkeit, die dieser Job natürlich auch mit sich bringt, sich dann noch mal freuen kann zwischendurch.[Maxi]:Auf jeden Fall. Also diese Geschichte ist einfach sehr, sehr berührend. Und ich glaube, wenn man dann merkt was für einen Mehrwert auch die eigene Arbeit hat, die man dann an diesem Ort eben macht, ich glaube, dass das wertvoll ist, wenn man so was erleben darf.[Mats]:Und genauso wertvoll ist es natürlich auch, wenn man das quasi aus zweiter Hand erleben darf und diese Gedenkstätte eben selbst besucht. Und deswegen wollte ich noch mal Wieso ist es aus deiner Sicht wichtig, dass eben alle Menschen, die jetzt gerade zuhören, diese Gedenkstätte oder solche Arten von Gedenkstätten auch wieder besuchen?[Dr. Katja Happe]:Also ich finde es wichtig, dass besonders hier in Deutschland, aber auch in anderen Ländern, dass sich daran erinnert wird, was vor über 80 Jahren stattgefunden hat, weil man damit natürlich und dann bin ich wieder bei meinem Lieblingsthema der Relevanz für heute, weil man sich dann darüber klar werden muss, was hat diese Erinnerung oder was haben die Ereignisse damals für eine Relevanz für heute? Also was passiert denn heute und kann ich daraus irgendwas lernen oder muss ich mich da irgendwie zu verhalten? Und deshalb braucht man, finde ich, solche Orte wie die Gedenkstätte in Ladelund, damit man das einfach wahrnimmt und Schüler innen einfach auch lernen oder sehen, das, worum es hier ging, ist lange vorbei. Aber wir leben auch in der heutigen Zeit und heute passieren auch komische Dinge oder schreckliche Dinge. Und wie verhalte ich mich dazu?[Maxi]:Dieser Podcast heißt Hope and Despair und ist Teil des deutsch dänischen Kooperationsprojektes, welches eben diese sieben Erinnerungsstätten in Deutschland und Dänemark zusammenbringt. Und deswegen wollten wir unbedingt noch wissen, wenn wir jetzt uns noch mal auf den Ort Ladelund beziehen, wo an diesem Ort ist am ehesten Verzweiflung spürbar und wo würdest du sagen, gibt es Hoffnung, wenn man Ladelund besucht?[Dr. Katja Happe]:Die Verzweiflung, finde ich, spürt man am ehesten am Panzerabwehrgraben, wenn man da sieht, wie tief dieser Graben wirklich war und weiß, dass die Häftlinge damals diesen Graben, der dreieinhalb Meter tief ist, quasi mit bloßen Händen ohne jedes technische Gerät ausgraben mussten und in nur sechs Wochen in dem Bestehen des Lagers mehr als zehn Kilometer Graben gegraben haben. Das ist, finde ich, eine immense Strecke und das ist schon wirklich Verzweiflung. Die Hoffnung ist das Sitzen im Garten der Begegnung, also mit dem Blick auf den Garten, auf die Gräber, auf die Gedenkstätte, das ist das, was heute für mich auch die Geschichte so ein bisschen zusammenhält oder viele verschiedene Aspekte verdeutlicht, weil in der Gedenkstätte berichten wir über das, was geschehen ist. Die Gräber sind Zeichen oder Ausdruck dessen, was geschehen ist, denn hier, also in den Gräbern liegen die Toten des KZ Ladelund.[Maxi]:Ich finde es gut, dass man einfach auch noch mal sich dessen bewusst macht, dass es nicht nur Verzweiflung an einem Ort wie Ladelund gibt, sondern auch, dass man auch Hoffnung irgendwie dort verspüren kann. Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, um an dieses Thema ranzugehen, dass es eben nicht nur schlechte Seiten hat, sondern auch die Positiven.[Mats]:Und das wäre dann vielleicht auch noch mal so der Rat an euch da draußen, dass ihr eben diese ganzen Eindrücke selbst aufnehmt und selbst in den einzelnen Gedenkstätten und an den Orten diese Erfahrungen selbst macht und diese Gefühle quasi selbst noch mal nachfühlt. Und eben nicht nur in Ladelund, sondern beispielsweise auch in Husum Schwesing. Das ist ja die Gedenkstätte, die jetzt in der nächsten Folge behandelt wird.[Maxi]:Genau, das ist quasi der nächste Ort in entlang der Route könnte man sagen. Also wir sind ganz im Norden gestartet und es geht weiter 50 Kilometer circa Richtung Süden, wenn ihr mit dem Auto fahrt, auch relativ schnell zu erreichen. Und da ist dann eben die KZ Gedenkstätte Husum Schwesing. Und das ist eine ebenfalls große Empfehlung. Hört auch deswegen gerne noch mal weiter. Und vielleicht noch mal an dich die Warum würdest du unseren Zuhörer innen raten, nach Husum Schwesing zu fahren?[Dr. Katja Happe]:Ein Besuch in Husum Schwesing ist total wichtig, gerade wenn man auch Ladelund kennt. Also die beiden Gedenkstätten gehören schon irgendwie auch eng zusammen, weil in beiden Gedenkstätten oder in beiden Orten war die Geschichte zur NS-Zeit sehr, sehr ähnlich. In der Nachkriegszeit ist es sehr, sehr unterschiedlich, weil hier in Ladelund ist halt das Gedenken und die Versöhnungsarbeit sehr schnell begonnen worden. Mit diesem Brief von Pastor Meier und dann dem ersten Kontakt mit den Angehörigen oder dem ersten Besuch der Angehörigen, der sich dann entwickelt hat in Husum Schwesing hat man erst mal ganz lange dieses KZ vergessen. Und hier in Ladelund ist es halt einfach sehr viel stärker auch im Bewusstsein des Dorfes gewesen. Die Gräber liegen da neben der Kirche, also mitten im Dorf. Also von daher ist es nach dem Krieg schon unterschiedlich gewesen, während die Geschichte in der NS-Zeit sehr ähnlich war. Nichtsdestotrotz, die beiden nordfriesischen KZ Gedenkstätten Husum Schwesing und Ladelund arbeiten schon bei vielen Projekten einfach unter anderem auch bei diesem Interreg Projekt sehr eng zusammen. Wir machen viele gemeinsame Projekte. Das ist, finde ich, auch eine schöne Sache, weil die Gedenkstätten, so viele gibt es hier oben in Nordfriesland nicht. Und deshalb ist es ganz gut, wenn die, die es gibt, auch zusammenarbeiten.[Maxi]:Ja, vielen Dank [Dr. Katja Happe] für das Gespräch. Das war bestimmt für unsere Zuhörer innen eine super Möglichkeit, einfach noch mal ein paar mehr Informationen zu Ladelund zu bekommen, vielleicht welche, die man auch sonst nicht so einfach finden kann. Und für uns war es auch einfach eine super interessante möglich, diesen Ort näher kennenzulernen.[Mats]:Ja, und für euch da draußen gilt natürlich besucht diesen Ort, besucht Ladelund, schaut euch auch unbedingt Husum Schwesing an. Darüber reden wir in der nächsten Folge und auch da gilt es für euch wieder einzuschalten.[Maxi]:Ja, wir freuen uns auf die nächste Folge. Wir sind Mats und Maxi und schaltet gerne wieder ein beim Hope and Despair Podcast.
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